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Auto, Verkehr und ÖPNV

Dörfliches Carsharing im Wendland

 

Projekt "Dörfliches Carsharing" im Förderaufruf „Kurze Wege für den Klimaschutz“; Projektträger Jülich   

Kurzbeschreibung des Projektziels:

Ziel des zweijährigen Vorhabens ist der Aufbau und die Etablierung eines von Bürger/Innen getragenen, nicht-kommerziellen Carsharing-Angebotes, um die Abhängigkeit vom individuellen Fahrzeugbesitz im bevölkerungsarmen Flächenlandkreis Lüchow-Dannenberg zu reduzieren. Das zusätzliche Mobilitätsangebot basiert auf der Grundidee des gemeinschaftlichen Nutzens statt Besitzens von Fahrzeugen (share-economy). Im Umweltverbund mit anderen Verkehrsträgern (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) ist Carsharing (CS) ein ergänzendes Angebot für eine klimabewusste, ressourcensparende und preisgünstige Mobilität im ländlichen Raum.

Das Projekt „Dörfliches Carsharing im Wendland“ soll als Alternative für wenig ausgelastete Zweit- und Drittfahrzeuge angeboten werden, zielt auf ein verändertes Verkehrsverhalten und unterstützt den bewussten Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsträger positiv.

In der Gründungsphase (1.- 6. Monat) werden Interessenten-Gruppen bei der Entwicklung eines passgenauen Carsharing-Angebotes in ihrem Dorf unterstützt, die im Rahmen der vorgelagerten Machbarkeitsstudie der Samtgemeinde Lüchow (Wendland) bereits lokalisiert wurden. Mit diesen Interessentengruppen werden Workshops durchzuführen, um die lokalen Nutzungsbedarfe, spezifischen Bedürfnisse und Voraussetzungen zu bestimmen. In einem weiteren Workshop-Prozess werden die lokalen Standortkonzepte gebündelt und zu einem einheitlichen und tragfähigen Carsharing-Gesamtkonzept für den gesamten Landkreis zusammengeführt. Auf dieser Basis soll die Gründung eines kreisweiten Trägervereins initiiert werden, der eine ehrenamtliche und effiziente Struktur für das „Dörfliche Carsharing“ mit einheitlichem Tarifmodell, sowie Buchungs- und Abrechnungsplattform aufbaut.

Nach der Gründungsphase (6 Monate) werden an ersten Standorten CS-Fahrzeuge für Mitglieder/Innen zur Verfügung gestellt und genutzt. Parallel werden Werbematerialien und eine Öffentlichkeitskampagne entwickelt, um weitere Interessentengruppen im gesamten Landkreis für eine aktive Mitarbeit zu gewinnen. In regelmäßigen Treffen von Vertreter/Innen der Carsharingstandorte werden die praktischen Erfahrungen mit dem gewählten Nutzungskonzept reflektiert und ggf. Anpassungen vorgenommen. Planungen und Entscheidungen beim Ausbau des Carsharing-Angebotes werden in partnerschaftlicher Abstimmung mit anderen Netzwerk- Akteuren aus dem Bereich der Mobilität im Landkreis getroffen.

In der zweiten Projektphase wird das bereits aufgebaute Carsharing-Angebot weiter ausgebaut und durch ein Ridesharing-System für Berufspendler/Innen ergänzt. Dabei werden berufliche Pendelfahrten mit Kleinbussen der CS-Organisation gebündelt. Diese Fahrgemeinschaften ersetzen individuelle Fahrten auf längeren Strecken zum/vom Arbeitsort und reduzieren damit die persönlichen CO2-Emissionen und Mobilitätskosten der Berufspendler erheblich. An den Zielorten der Sammelfahrten stehen die CS-Fahrzeuge tagsüber allen CS-Mitgliedern, Vereinen oder sozialen Initiativen für ergänzende ehrenamtliche Mobilitätsdienste zur Verfügung. Nach dem Rücktransport zum Ausgangspunkt und an den Wochenenden können die Fahrzeuge dort ebenfalls für öffentliche, gemeinnützige oder private Zwecke gebucht werden. Die eingesetzten Kleinbusse werden hierdurch besser ausgelastet, zusätzliche ehrenamtliche Mobilitätsdienste (Sammelfahrten, regionale Bürgerbusse) ermöglicht und die Angebotspalette im Fuhrpark des CS-Trägervereins optimiert. Wie die Machbarkeitsstudie auf Basis der Analysen des aktuellen Nahverkehrsplans des Landkreise zeigen konnte, gibt es für das Ridesharing-Angebot ein ausreichend großes Potential beruflicher „Ein- und Auspendler“ aus den Nachbarlandkreisen Uelzen (2244 Pendler), Lüneburg (1457 Pendler) und dem Altmarkkreis (2482 Pendler).

Die Laufzeit des Projektes beträgt 24 Monate – 01.11.2018 bis 31.10.2020

Aufgaben:

  • Akquise und Beratung potentieller Carsharing-Dörfer

Kontaktaufnahme zu Dorfgemeinschaften über örtliche Akteure. Vorbereitung und Durchführung von Dorfversammlungen mit interessierten Bürger/Innen. Konkrete Bedarfsermittlung über Fragebögen.

 

  • Vereinsgründung Carsharing-Organisation

Die Gründung einer Trägerstruktur (Verein) für ein nicht-kommerzielles Carsharing-Angebot im Landkreis Lüchow-Dannenberg wird vorbereitet und wird mit der Vereinsgründung Anfang 2019 abgeschlossen.

 

  • Aufbau, Begleitung und Betreuung der Carsharing-Standorte

Planung und Realisierung der ersten CS-Standorte im Landkreis. Die ersten Dorfgemeinschaften werden bei der Schaffung der organisatorischen Voraussetzungen zum Start ihrer CS-Angebote unterstützt.


Die einzelnen CS-Standorte werden vom Start des CS-Angebotes bis zum Ende der Projektlaufzeit beraten und bei der Lösung organisatorischer Fragen unterstützt. Auftauchende Probleme werden mit dem Vorstand des Trägervereins und den übrigen CS-Standorten gemeinschaftlich gelöst. Notwendige Anpassungen werden vorgenommen.

 

  • Netzwerkarbeit

Das Projekt „Dörfliches Carsharing“ ist in die aktuelle Entwicklungsprozesse der Region eingebunden (Klimaschutz-Masterplan / Dorfregion Lüchow) und beteiligt sich aktiv an regelmäßigen Koordinierungstreffen und Veranstaltungen der Akteure.

 

  • Öffentlichkeitsarbeit

Die Intention, der Handlungsansatz und die Erfolge des Projektes werden in den regionalen Medien präsentiert. Eine eigne Internet-Präsenz wird aufgebaut und wahrgenommen.

 

  • Entwicklung und organisatorische Vorbereitung eines Ridesharing-Konzeptes

Nach Etablierung der ersten dörflichen CS-Standorte werden Kontakte zu Betrieben und Verwaltungen des Landkreises aufgenommen und intensiviert, um sie für ein betriebliches „Ridesharing“ (betriebliches Mobilitätsmanagement) zu gewinnen.

 

  • Umsetzung des „Ridesharing“-Konzeptes

Interessierte Mitarbeiten/Innen (Belegschaften) von Betrieben werden bei der Bildung verbindlicher Fahrgemeinschaften unterstützt. Ein Nutzungskonzept für die Bereitstellung von Kleinbussen des Carsharingvereins wird entwickelt. Die Nutzer/Innen (und/oder Betriebe) werden CS-Mitglieder und buchen langfristig

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