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Natur

Im Hannoverschen Wendland treffen niedrige Niederschlagsmengen und viele Sonnentage aufeinander. Die geringe Menge der Jahresniederschläge ergibt sich durch die Lage im Regenschatten der ostniedersächsischen Hohen Geest. Bei überwiegenden Westwetterlagen gibt es dadurch erheblich weniger Niederschläge als anderswo. Im Winter hingegen wehen oft anhaltende Ost- und Südostströmungen meist trockene Luftmassen mit geringer Niederschlagsneigung herüber.

Für die Region Trebel sind die wasserdurchlässigen und somit sehr trockenen Sandböden charakteristisch. Wiesen, Wald, bestellte Felder sowie Weiden mit Kühen und Pferden sind ein typisches Bild. Die Straßen und Gräben sind von Bäumen und Sträuchern gesäumt. In den umliegenden Kiefernforsten findet man mancherorts sehr ergiebige Blaubeerpflanzen.

Im Südosten der Gemeinde Trebel ist auf sandigen, schwachwelligen Dünen eine abwechslungsreiche Heidelandschaft entstanden. Die Nemitzer Heide wurde ein Lebensraum und Rückzugsort für viele Tiere. Die Heidelerche, der Ziegenmelker, das Schwarzkehlchen und der Brachpieper haben hier ihren Liebensraum gefunden. Auch Insekten, die auf der roten Liste bereits als gefährdet geführt werden, sind hier anzutreffen. In und um Trebel sind viele Vögel zu beobachten, die anderswo längst verschwunden sind: Kraniche im Bruch, Milane über dem Dorf, singende Nachtigallen am Dorfrand, Neuntöter und Sperbergrasmücke in der Feldmark, sowie den Ortolan an der Straßenallee.

Der Ortolan ist eine seltene, wärmeliebende Vogelart, die sich in Niedersachsen fast ganz auf den östlichen Zipfel zurückgezogen hat. Die hier lebende Population zeichnet sich sogar durch einen eigenen Dialekt aus - den Wendland-Dialekt. Der Ortolan mag trockene Landschaften, auch Gebiete mit Mais, Raps, Kartoffeln, Getreideanbau oder Heidelandschaft. Ideal ist der Lebensraum, wenn einzelne Solitärbäume, kleine Gehölze oder Waldränder über die Landschaft erhöhte Singwarten abgeben.

 

Wölfe

Hinweise auf Wolfsvorkommen gab es im Raum Gartower Forst bereits seit Jahren, bevor im Herbst 2011 schließlich ein erstes Nachweisfoto glückte. Im Frühjahr 2013 konnte dann ein territoriales Wolfspaar in der Region bestätigt werden. Dieses brachte im Jahr 2013 sechs, im Jahr 2014 sieben und im Jahr 2015 zwei Welpen zur Welt. Im Jahr 2016 wurden mindestens zwei Welpen per Fotofalle nachgewiesen. Im gleichen Jahr gab es in der Göhrde bei einem anderen Wolfspaar ebenfalls einen Wurf mit sechs Welpen. Beide Rudel hatten 2017 ebenfalls bestätigten Nachwuchs. Die Population scheint sich also zu etablieren. Wenn auch Begegnungen mit Wölfen unwahrscheinlich sind, so sollten Wanderer und Reiter doch darauf gefasst sein und Hunde im Wald möglichst angeleint lassen.

Bei Sichtung von Wölfen wird darum gebeten, einen Wolfsberater zu kontaktieren:
Peter Burkhardt, Gartow, Tel.: 05846 / 979 470 bzw. 0171 / 7458624
Hans-Jürgen Kelm, Grippel, Tel.: 05882 / 261

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