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Corona-Notbremse für Lüchow-Dannenberg: ab 5. Mai ist der Landkreis „Hochinzidenz-Kommune“ (03.05.2021)
Landkreis Lüchow-Dannenberg (PM 79/2021)

Ab 5. Mai: Lüchow-Dannenberg zieht die Notbremse. Foto: pvdv63 auf pixabay.comAm ersten Mai-Wochenende ist der Inzidenzwert im Landkreis Lüchow-Dannenberg erstmals seit Beginn der Pandemie über 100 geklettert: Am Samstag (1. Mai 2021) meldete das Robert-Koch-Institut für die Region 103,3 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, am Sonntag und Montag (2. und 3. Mai) waren es 119,8. Um diesen Trend schnellstmöglich auszubremsen, greift für die Region ab Mittwoch, den 5. Mai 2021 nun die sogenannte „Bundes-Notbremse“.

Zuletzt hatten einerseits ein Ausbruchsgeschehen in einer Kita, aber auch Covid-19-Fälle in mehreren Betrieben sowie diffuse Geschehen in Familien im gesamten Kreisgebiet für einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen gesorgt. Das Gesundheitsamt Uelzen – Lüchow-Dannenberg wird darum für die Region die Überschreitung des Schwellenwertes von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen per Allgemeinverfügung erklären. Der Landkreis zählt damit in Niedersachsen zu den „Hochinzidenz-Kommunen“. Ab 5. Mai gelten damit verschärfte Regeln. Diese betreffen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen und Betriebsschließungen.

Ein Überblick über die wichtigsten Regeln:

Private Kontakte

Es gilt erneut die „1-und-1-Regel“: Die Mitglieder eines Haushalts dürfen sich mit maximal einer Person eines anderen Haushalts treffen. Diese Regel ist nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch in der eigenen Wohnung oder unter freiem Himmel, z. B. im eigenen Garten, zu beachten. Nicht mitgezählt werden die eigenen Kinder bis 14 Jahre.

Grafik: Land Niedersachsen

Nächtliche Ausgangssperre

Zwischen 22 Uhr am Abend und 5 Uhr in der Früh heißt es: zuhause bleiben! Es gibt allerdings Ausnahmen, z. B. im Rahmen der  Berufsausübung oder wenn Kinder oder Tiere zu versorgen sind. Auch der Abendspaziergang oder die Joggingrunde ist weiterhin möglich, allerdings nur bis Mitternacht und allein. Shoppingtouren fallen nicht unter die Ausnahmeregelungen. Einkäufe sollten also deutlich vor 22 Uhr abgeschlossen werden, um rechtzeitig um 22 Uhr zuhause zu sein.

Grafik: Land Niedersachsen

FFP-Maske im ÖPNV

Wer mit Bus oder Bahn unterwegs ist, muss mindestens eine FFP2-Maske über Mund und Nase ziehen – bislang reichte bei einer Inzidenz unter 100 eine einfache OP-Maske. Kinder unter 6 sind von der Maskenpflicht befreit.

Sport

Kontaktloser Sport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des gemeinsamen Haushalts ist weiterhin möglich. Kinder bis 14 Jahre können sich außerdem in kleinen Gruppen von bis zu fünf Kindern zum Sport unter freiem Himmel treffen. Was die Anleitenden angeht: Bei vollständig geimpften Personen kann auf die hier ansonsten vorgeschriebene Testung verzichtet werden.

Grafik: Land Niedersachsen

Körpernahe Dienstleistungen

Die Öffnung von Friseursalons und Angebote der Fußpflege sind unter strengen Auflagen weiter zulässig: Sowohl die Dienstleister als auch die Kunden müssen allerdings einen FFP2-Maske tragen. Die Kunden müssen zudem ein negatives Testergebnis vorweisen. Alle anderen körpernahen Dienstleistungen, die medizinisch, therapeutisch oder pflegerisch nicht unbedingt notwendig sind, sind dagegen untersagt.

Grafik: Land Niedersachsen

Geschäfte

Verkaufsstellen für Güter und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs wie der Supermarkt um die Ecke bleiben weiterhin geöffnet. Bei Läden mit bis zu 800 m² Fläche sind pro 20 m² nur eine Kundin oder ein Kunde zulässig. Es besteht unverändert die Maskenpflicht, in Form einer FFP2- oder einer medizinischen Maske.

In weiteren Geschäften ist „Click & Meet“, also der Einkauf mit Terminvereinbarung, bis zu einer Inzidenz von 150 zulässig. Bereits ab einer Inzidenz von 100 muss in diesen Geschäften allerdings ein negativer Corona-Test vorgelegt werden. Steigt der Inzidenzwert über 150 ist nur noch „Click & Collect“, also der Außer-Haus-Verkauf mit vorheriger Anmeldung, möglich. Maßgeblich ist hier der Inzidenzwert, den das Robert-Koch-Institut veröffentlicht.

Freizeiteinrichtungen

Freizeiteinrichtungen aller Art müssen schließen. Dies betrifft in Lüchow-Dannenberg beispielsweise auch die Museen und Ausstellungen, die zuletzt mit Terminvereinbarung für Publikum öffnen durften. Büchereien dürfen hingegen geöffnet bleiben, wenn ein den Vorschriften entsprechendes Hygienekonzept vorliegt.

Kitas

Der Betrieb von Kindertageseinrichtungen und Horten ist untersagt. Eine Notbetreuung ist in kleinen Gruppen möglich.

Schulen

Nur noch Grundschulen, Förderschulen und Abschlussklassen dürfen im Wechselunterricht bleiben. Alle anderen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, außerschulische Einrichtungen der Erwachsenenbildung und ähnliche Einrichtungen gehen in den Distanzunterricht.

Wie lange gilt der Landkreis Lüchow-Dannenberg als Hochinzidenz-Kommune?

Sinkt die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen (Achtung: Hier werden nur die Werktage gezählt, nicht die Sonn- und Feiertage!) unter 100, muss die Notbremse am übernächsten Tag, also am siebten Tag, wieder gelöst werden. Dies erfolgt erneut über eine Allgemeinverfügung des Gesundheitsamtes.

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg informiert fortlaufend über seine Website www.luechow-dannenberg.de über das aktuelle Geschehen.

Die Fallzahlen werden aktuell mindestens einmal täglich veröffentlicht: www.luechow-dannenberg.de/corona-virus.

Kommentare zum Inhalt
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Pressestelle schrieb am 05.05.2021 um 09:49 Uhr:
Hallo @Herr Wirth, vielen Dank für Ihren Hinweis, dieser ist berechtigt, da gemäß der Gesetzlichkeit die Notbremse per Allgemeinverfügung gelöst werden muss. Ihr Hinweis wurde entsprechend eingearbeitet. Schöne Grüße aus dem Kreishaus, Anne Beckmann.
Benjamin Wirth schrieb am 05.05.2021 um 04:47 Uhr:
Muss die Formulierung nicht heißen: „...muss gelöst werden.“?
Pressestelle schrieb am 04.05.2021 um 17:02 Uhr:
Hallo @Christoph Denger, das Land Niedersachsen hat den Landkreis Uelzen damit beauftragt, in Uelzen ein Impfzentrum einzurichten und dieses für die Menschen in den Landkreisen Uelzen und Lüchow-Dannenberg zu betreiben. Die Einflussmöglichkeiten des Landkreises Lüchow-Dannenberg sind hier nur gering. Der Impffortschritt war zunächst eher beschaulich, was auf die nur bescheidenen Mengen Impfstoff zurückzuführen ist, die das Land für das Impfzentrum Uelzen zur Verfügung stellen konnte. Im Schulterschluss beider Landkreise und der drei hiesigen Samtgemeinden gelang es mit Zustimmung des Landes Niedersachsen, immerhin für über 80-Jährige temporär dezentrale Impfmöglichkeiten in Gorleben, Dannenberg, Lüchow und Clenze einzurichten (seit dem 29. April laufen die Zweitimpfungen in der Region). Dem Wunsch aus Lüchow-Dannenberg nach weiteren dezentralen Impfmöglichkeiten haben das Land und der Nachbarlandkreis Uelzen allerdings eine Absage erteilt. Bereits seit mehreren Wochen impfen viele HausärztInnen in Lüchow-Dannenberg ihre impfberechtigten PatientInnen, in Kürze sollen auch die BetriebsärztInnen mit Impfungen beginnen dürfen. Man kann davon ausgehen, dass der Impffortschritt dann weiter Fahrt aufnehmen wird. Bleiben Sie gesund! Schöne Grüße aus dem Kreishaus!
Christoph Denger schrieb am 04.05.2021 um 15:57 Uhr:
Die Impfquote in Lüchow Dannenberg Stand 3.05.2021 lag bei gerade mal 21%. Dies sind ca. 8% weniger als der Durchschnitt von Niedersachsen und das trotz einer sehr ungünstigen Alterstruktur mit vielen Menschen mit hoher Impfpriorität. Wie ist das zu erklären und was wird dagegen unternommen?
David Becker schrieb am 04.05.2021 um 12:45 Uhr:
Bereits der 2. Satz dieses Artikels wirft Fragen auf und ist, mindestens unglücklich formuliert. Wie soll "per Allgemeinverfügung" ein Inzudenzwert erklärt werden? Auch die unterstellung "diffuser Vorgänge" im privaten / familiären Bereich wurde im davorstehendem Satz mehr als fraglich niedergeschrieben. Es zeigt sich eindeutig, dass Ansteckungen im beruflichen Umfeld für die Verbreitung verantwortlich sind. Auch dass die 7-Tage Inzidenz auf 100.000 Einwohner bezogen wird, ist in unserem LK zu hinterfragen, da bei knapp 50.000 Einwohnern, jede Ansteckung doppelt ins Gewicht fällt. Sehr wackelige Begründungen für das Beschneiden sämtlicher Einwohner des LK DAN!
Heinz Rißmann schrieb am 04.05.2021 um 09:34 Uhr:
Was soll das??? Alle Bundesländer werden gleich behandelt, macht doch keinen Sinn. Wir haben im Landkreis 48 000 Einwohner, auf 1 220,75 km2, bedeutet 40 Einwohner auf 1km2 z.B. Hamburg, 1 851,872 Einwohner auf 755,22 km2, bedeutet 2452 Einwohner auf 1km2 Ein Inzidenz Wert von 100 hängt ja auch davon ab, wie viel wird denn getestet, somit kann man alles nach Oben oder Unten schrauben! Wenn hier nicht unterschieden wird, zwischen willkürlichem Testen (Beispiel: 10-1000000 Testungen) oder pro 100 000 Testungen, einheitlich in allen Bundesländern, führt es zwangsläufig zu falschen Ergebnissen. Diese Daten gibt es leider nicht in Deutschland, keine Aussage darüber. Das ist doch alles sehr fragwürdig, finden Sie nicht. H.Rißmann
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