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Imagefilm für das Welterbeantragsverfahren

  Am Drehort Schreyahn

Es wimmelt im Wendland

Die Samtgemeinde Lüchow (Wendland) hat für ihr Antragsverfahren auf Anerkennung der „Siedlungslandschaft Rundlinge im Wendland“ durch die UNESCO einen dreiminütigen Imagefilm in Auftrag gegeben.

„Die Aufgabenstellung war, einen emotionalen, frischen und modernen Imagefilm zu produzieren, der insbesondere junge Menschen auf das Wendland mit seiner besonderen Siedlungsstruktur neugierig machen soll“, so Samtgemeindebürgermeister Hubert Schwedland. Das entsprechende Konzept wurde unter dem Arbeitstitel „Das Wendland-Wimmelbild“ oder „Voll rund“ von der „NEUE Ufer Filmproduktion UG“ perfekt umgesetzt.

Über 120 freiwillige Statisten waren am vergangenen Sonntag im Rundling Schreyahn am Set, um das sogenannte „Rundlingsgefühl“ darzustellen. „Für Schreyahn haben wir uns entschieden, da dies ein typischer 5-Finger Rundling ist und wir schon bei anderen Aktionen super Erfahrungen mit der Dorfgemeinschaft gemacht haben“, so Claudia Lange, Welterbe-Projektkoordinatorin der Samtgemeinde.

Regisseurin Antonia Traulsen, freute sich, die Idee eines Wimmelbild-Films im Wendland umsetzen zu können. "Das Wetter hat aus diesem Imagefilmdreh einen Krimi gemacht. Bis kurz vor Beginn hat es geregnet und ich dachte, wir müssten alles abblasen. Im Konzept hatten wir mit 50-70 Freiwilligen Statisten geplant, haben aber bald gemerkt, dass das nicht reicht, um den Rundling zu füllen. Am Ende standen über 120 Leute in Schreyahn. Dieser Dreh war eine besondere und sehr positive Erfahrung durch die Unterstützung vonseiten der Auftraggeber und die Begeisterungsfähigkeit der Komparsen. Die Leute waren beim Dreh alle unglaublich eigenständig und motiviert, haben geholfen, sich selbst schöne Szenen ausgedacht und Späße gemacht. Und am Ende war es auch nicht ganz wie ein normaler Filmdreh - denn der hätte mit Sicherheit noch viel länger gedauert!“ Nicole Dau, die die Organisation und Set-Aufnahmeleitung übernommen hat, hebt hervor, dass „der Dreh wunderbar gezeigt hat, wie bunt das Wendland sein kann. Im ganzen Rundling fanden alle paar Meter die verschiedensten Szenen statt. Ob Lamas, ein Wolfshund, spielende Kinder, trommelnde Menschen oder tanzende, von allem war etwas dabei. Am Ende kam schließlich auch noch die Sonne raus und hat sich mit uns gefreut. Das war für alle Mitwirkenden ein Erlebnis und wir haben die wundervollsten Aufnahmen in den Kasten bekommen." Auch Madeline Jost, zuständig für die Organisation und Herstellungsleitung zeigt sich begeistert vom Filmdreh. „Die Atmosphäre war phänomenal. Unsere Statisten waren vom Start weg voll dabei, haben mit uns geschmaust und geklönt. Walter, gespielt vom Allgemeinmediziner Hinrich Kollenrott (Wustrow), stretcht sein Theraband, die Feuerwehr Lensian rollt einen gelben Schlauch nach dem nächsten aus und tanzt nebenbei noch Ringelreihen mit De Wendländers, eine Familie führt ihre Lamas herum, während nebenan der Rasen mit einer Nagelschere gestutzt wird.

Nein, normal war dieser Dreh ganz gewiss nicht. Aber voll rund. Es hat ordentlich gewimmelt.“ Zum Team gehören auch noch Tobias Sundermann, Kameramann aus der Luft, Claire Roggan, Kamerafrau am Boden und Jan Wölke, der den Soundtrack machen wird. Nun heißt es auf den fertigen Film warten. Pünktlich zur KLP soll er fertig sein.

 

 

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