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Wie der Übergang von der Kita zur Grundschule gelingt - Fachkräfte in Lüchow-Dannenberg wollen sich vernetzen (29.01.2019)
Landkreis Lüchow-Dannenberg (06/2019)

Der Abschied von der Kita, die Einschulung und die erste Zeit in der Grundschule ist für Kinder – und Eltern – eine aufregende Zeit. Mehr noch: Unter Bildungsfachleuten gilt der gelungene Übergang von der Kita in die Grundschule auch als Garant für einen positiven weiteren Bildungsverlauf. Wie kann dieser Übergang von fachlicher Seite begleitet und gut gestaltet werden? Dies war das Thema einer „Analysewerkstatt“, zu der die Kreisverwaltung Lüchow-Dannenberg kürzlich Fachkräfte aus Grundschulen und Kindertageseinrichtungen eingeladen hatte. 

Auf lebhafte Resonanz traf der Workshop zum Übergang von der Kita zur Grundschule, zu der der Landkreis kürzlich eingeladen hatte: knapp 30 LehrerInnen, ErzieherInnen und andere Fachkräfte (nicht alle im Bild) folgten der Einladung. Sie wollen zukünftig enger zusammenarbeiten. Foto: Transferagentur Niedersachsen.Denn: „Eine gute Zusammenarbeit der Fachkräfte ist eine der Voraussetzungen dafür, dass der Übergang von der Kita in die Grundschule gelingt“, stellte Dagmar Schulz, Leiterin des Fachdienstes Jugend – Familie – Bildung im Lüchower Kreishaus, zu Beginn der Veranstaltung heraus, „dafür möchte der Landkreis eine Plattform bieten.“

Welche Erwartungen haben die LehrerInnen und andere Betreuungskräfte, die an Grundschulen tätig sind, an die Fachkräfte in den Kitas? Und was wünschen sich die Betreuungskräfte in den Kitas von den Grundschulen? Der Austausch über die wechselseitigen Erwartungen nahm in der Veranstaltung breiten Raum ein: Die LehrerInnen wünschen sich, sich mit den Kitas zu gewissen „Basics“ abzustimmen, die die Kinder für den Schulalltag benötigen und die bereits in der Kita vermittelt werden sollten. Ein Wunsch, den die Kita-Fachkräfte in ähnlicher Weise teilen: Sie äußerten den Wunsch, dass die Kinder bereits während ihrer Kitazeit Informationen und Erfahrungen über das sammeln können, was sie in der Schule erwartet. Dies könne z. B. über Besuche von Lehrkräften in den Einrichtungen erfolgen. Umgekehrt habe es sich als hilfreich bewährt, dass Kita-Gruppen in den Grundschulen hospitieren. Eltern sollten eingebunden werden – so der Wunsch der Kita-MitarbeiterInnen: „damit sie erfahren, wie Schule heute aussieht“. Auch besondere fachliche Herausforderungen wie Inklusion, Integration und Sprachförderung wurden im Rahmen des Workshops ausführlich diskutiert. Um die Zusammenarbeit zwischen Kita und Grundschulen zu erleichtern und den Übergang gerade bei besonderen Förderbedarfen besser zu gestalten, könnte einer „Übergangsmappe“ oder „Schülerakte“ eine besondere Bedeutung zukommen.

Auch an die Kreisverwaltung erging eine Wunschliste: Neben der Schaffung eines kreisweit einheitlichen und verbindlichen Instruments zur Sprachfeststellung, einer besseren finanziellen Ausstattung der Kitas, der Schaffung neuer Hilfemaßnahmen („kurzfristig, individuell und lückenlos“) soll die Kreisverwaltung die kreisweite Vernetzung organisieren. Im Sommer sollen hierzu erste Regionaltreffen stattfinden. Ein weiteres Ziel soll sein – so eins der Ergebnisse des Workshops –, ein gemeinsames Bildungs- und Rollenverständnis der Mitarbeitenden in Kitas und Grundschulen zu erarbeiten.

Die Kreisverwaltung plant, wie Bildungskoordinatorin Sandra Zimmermann berichtete, Fördermittel aus dem Projekt „Brücke“ zu beantragen. Mit der  „Förderrichtlinie Brücke“ unterstützt das Land Niedersachsen innovative Projekte der Zusammenarbeit von Kita und Grundschule.

Weitere Auskünfte geben die Kita-Fachberaterin Petra Schweckendieck (Tel.: 05841 / 120-435) und die Bildungskoordinatorin Sandra Zimmermann (Tel.: 05841 / 120-425).

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