Ansprechpartner & mehr

Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz

Gesetzlich geschützte Biotope

In Niedersachsen sind seit 1990 bestimmte Biotoptypen aufgrund ihrer Bedeutung für den Naturhaushalt und die biologische Vielfalt unter unmittelbaren Schutz (ehemals §§ 28a und b des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes) gestellt. Das bedeutet, dass allein schon die Existenz eines Biotopes, wo immer es sich auch befindet, ausreicht, um den gesetzlichen Schutz auszulösen.

ErlenbruchwaldMit Inkrafttreten des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) am 1. März 2010 sind Biotope nunmehr nach § 30 BNatSchG und § 24 Niedersächsisches Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz (NAGBNatSchG) gesetzlich geschützt. Im Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“ sind die Biotope nach § 17 Gesetz über das Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“ (NElbtBRG) gesetzlich geschützt.

Hierunter fallen z.B. folgende Biotoptypen:

  • natürliche oder naturnahe Bereiche fließender und stehender Binnengewässer ein-schließlich ihrer Ufer und der dazugehörigen uferbegleitenden natürlichen oder naturnahen Vegetation sowie ihrer natürlichen oder naturnahen Verlandungsbereiche, Altarme und regelmäßig überschwemmte Bereiche,
  • Moore, Sümpfe, Röhrichte, Großseggenrieder, seggen-, binsen- und hochstaudenreiche Nasswiesen, Bergwiesen, Quellbereiche, Binnenlandsalzstellen,
  • offene Binnendünen, offene natürliche Block-, Schutt- und Geröllhalden, Lehm- und Lösswände, Zwergstrauch-, Ginster- und Wacholderheiden, Borstgrasrasen, Trockenrasen, Schwermetallrasen, Wälder und Gebüsche trockenwarmer Standorte,
  • Bruch-, Sumpf- und Auenwälder, Schlucht-, Blockhalden- und Hangschuttwälder,
  • offene Felsbildungen,
  • natürliche Höhlen und Erdfälle.

Als „Biotop“ bezeichnet man gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 4 BNatSchG einen „Lebensraum einer Lebensgemeinschaft wild lebender Pflanzen- und Tierarten“. Diese Lebensräume sind unter einen besonderen Schutz gestellt, weil sie selten sind, einen hohen ökologischen Wert haben und der derzeitige Zustand vor nachteiligen Veränderungen gesichert werden soll.

Daher sind alle Maßnahmen und Handlungen, die zu einer Zerstörung oder einer sonstigen erheblichen Beeinträchtigung des Biotopes führen können, verboten. Dazu zählen vor allem:

  • Intensivierung der Bewirtschaftung durch z.B. verstärkte Düngung, frühere und häufigere Mahd, oder zu hoher Viehbesatz
  • Veränderungen von Quellen und Gewässern
  • Veränderung der Grundwasserverhältnisse durch z.B. Entwässerung, Dränierung oder Aufstauung
  • Umstockung von Laubwaldflächen in Bestände mit standortfremden Gehölzen
  • Durchführung von Kahlschlägen
  • Veränderungen der Bodengestalt durch z.B. Aufschüttung, Abgrabung oder Umbruch

Nutzungen, die den Zustand der Biotope nicht erheblich beeinträchtigen, sind weiterhin zulässig. Hergebrachte Nutzungsweisen, die wesentliche Voraussetzung für die Entstehung bestimmter Biotope waren, sind sogar erwünscht. Dazu zählt insbesondere die landwirt-schaftliche Nutzung von Nassgrünland und Magerrasen durch eine angepasste Mahd oder extensive Beweidung.

Es empfiehlt sich, vor einer Nutzungsänderung Kontakt zur unteren Naturschutzbehörde aufzunehmen, um die Zulässigkeit der Maßnahme abzuklären.

Von dem gesetzlichen Zerstörungs- und Beeinträchtigungsverbot nach § 30 Abs. 2 BNatSchG kann auf schriftlichen Antrag beim Landkreis Lüchow-Dannenberg als zuständige untere Naturschutzbehörde eine Ausnahmezulassung gemäß § 30 Abs. 3 und 4 BNatSchG erteilt werden, wenn die hierdurch entstehenden Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes oder des Landschaftsbildes durch geeignete Maßnahmen ausgeglichen werden können.

Darüber hinaus können auf landwirtschaftlichen Flächen mit gesetzlich geschützten Biotopen unter bestimmten Voraussetzungen finanzielle Fördermöglichkeiten einer biotopverträglichen Bewirtschaftung im Rahmen des Vertragsnaturschutzes bestehen.

Nach § 14 Abs. 9 NAGBNatSchG werden die gesetzlich geschützten Biotope von der Naturschutzbehörde in ein Verzeichnis eingetragen. Die Gemeinden und Samtgemeinden erhalten hiervon eine Ausfertigung, sobald die Benachrichtigung der Eigentümer/ Nutzungsberechtigten erfolgt ist. In das Verzeichnis und die Auszüge kann jederman Einsicht nehmen.

Die Eigentümer oder Nutzungsberechtigten der jeweils betroffenen Grundstücke werden unter Hinweis auf das Zerstörungs- und Beeinträchtigungsverbot schriftlich über die Aufnahme in das Verzeichnis informiert (Bekanntgabe). Dabei ist zu beachten, dass die Biotope bereits vor der Bekanntgabe geschützt sind und somit unmittelbar dem Zerstörungs- und Beeinträchtigungsverbot unterliegen. Das bedeutet, wer aus Unkenntnis einen gesetzlich geschützten Biotop zerstört oder schädigt, handelt rechtswidrig und muss damit rechnen, dass er von der unteren Naturschutzbehörde gemäß § 3 Abs. 2 BNatSchG in Verbindung mit § 2 NAGBNatSchG zur Wiederherstellung des vorherigen Zustandes herangezogen wird und erforderlichenfalls im Wege der Ersatzvornahme auch die Kosten hierfür zu tragen hat.

Zudem stellen Verstöße gegen die Beeinträchtigungs- und Zerstörungsverbote eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 69 BNatSchG in Verbindung mit § 43 NAGBNatSchG dar, die mit einer empfindlichen Geldbuße geahndet werden können.
Ein Bußgeldverfahren kann erst eingeleitet werden, wenn das Biotop dem Eigentümer/ Nutzungsberechtigten bekanntgegeben wurde.

Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen ist ein Widerspruch gegen die Bekanntgabe von gesetzlich geschützten Biotopen an den Eigentümer nicht möglich.

Weitergehende Information zu den gesetzlich geschützten Biotopen erhalten Sie auch auf der Internetseite des NLWKN unter dem Pfad "Naturschutz" > "Veröffentlichungen".

Kontakt
Landkreis Lüchow-Dannenberg
Fachdienst 67 - Natur und Landschaft
Tel.: 05841 / 120-518, 120-511 oder Tel.: 05841 / 120-510
E-Mail: naturschutz@luechow-dannenberg.de

Natur- und Landschaftsschutzgebiete

Zwischen dem Geestrücken der osthannoverschen Endmoräne und den Elbniederungen breitet sich eine durch reiche Abwechslung gekennzeichnete Landschaft aus, deren Fauna und Flora zu einem Eldorado für Naturfreunde geworden ist.

Der Naturpark Elbhöhen-Wendland mit dem großen Landschaftsschutzgebiet „Elbhöhen-Drawehn", das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue, zahlreiche Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiete sowie Natura 2000-Gebiete (Vogelschutzgebiete und Flora-Fauna-Habitat-Gebiete) zeugen von dem außerordentlichen Naturreichtum des Landkreises Lüchow-Dannenberg.

Ausgedehnte Wälder der Göhrde im Westen, große, stille Heideflächen im Osten, die Auenlandschaften der Elbe im Norden und die Landgraben-Dumme-Niederung im Süden sind so wertvoll, dass sie durch unterschiedliche Schutzkategorien vor negativen Veränderungen durch den Menschen geschützt werden – zum Wohle von Mensch, Tier und Pflanze.

Detaillierte Informationen bietet Ihnen die folgende interaktive Karte. Um sich die Karte in einem eigenen Fenster anzeigen zu lassen, klicken Sie auf Größere Karte anzeigen.

 

Kontakt
Landkreis Lüchow-Dannenberg
Fachdienst 67 - Natur und Landschaft
Tel.: 05841 / 120-512
E-Mail: naturschutz@luechow-dannenberg.de

Beauftragte im Natur- und Landschaftsschutz

Naturschutzbeauftragte für den Landkreis Lüchow-Dannenberg

Die Naturschutzbehörde hat Beauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege zu bestellen (gemäß § 34 NAGBNatSchG). Diese beraten und unterstützen die Naturschutzbehörde in allen Angelegenheiten des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Sie fördern das allgemeine Verständnis für diese Aufgaben. Darüber hinaus nehmen die Naturschutzbeauftragten auch eine vermittelnde Rolle ein. Sie sind ehrenamtlich für den Landkreis tätig und sind auch Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger:

  1. Dr. Günther Nemetschek, Tel.: 05841 / 41 85, E-Mail: g.nemetschek@web.de
  2. Henning Harms, Tel.: 0160 980 481 34, henning.harms@t-online.de
  3. Oliver Schumacher, Tel.: 0172 628 20 85, Schumacher@NABU-Hamburg.de

Die drei Kreisnaturschutzbeauftragten (von links): Oliver Schumacher, Henning Harms, Günther Nemetschek. Foto Jenny Raeder

Hornissenbeauftragter für den Landkreis Lüchow-Dannenberg

  • Marco Otte, 0171/ 21 54 061

                         Merkblatt zum richtigen Umgang mit Hornissen

Weißstorchbeauftragte für den Landkreis Lüchow-Dannenberg

  • Antje Fäseke, Tel-Nr.: 05848/836

Fledermausbetreuer für den Landkreis Lüchow-Dannenberg

  • Frank Manthey, Tel. 04101/779867 oder 0178/2363345 

Ameisenbeauftragte für den Landkreis Lüchow-Dannenberg

  • Alfred Rabe, Tel.: 05145 / 67 67

Deutsche Ameisenschutzwarte
Landesverband Niedersachsen e.V.
Regionalgruppe Uelzen

Ersatzgeld: Handlungsrahmen zur Verwendung und Formular zur Antragstellung

Handlungsrahmen zur Verwendung von Ersatzgeld im Landkreis Lüchow-Dannenberg

1. Was ist Ersatzgeld?

1.1 Hintergrund

Die Eingriffsregelung nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) hat zum Ziel, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes auch außerhalb der besonderen Schutzgebiete zu erhalten. Eingriffe im Sinne des BNatSchG sind dabei zum Beispiel Veränderungen der Gestalt oder Nutzung von Grundflächen (§ 14 Abs. 1 BNatSchG). Oberstes Prinzip der Eingriffsregelung ist es, vermeidbare Beeinträchtigungen der Werte und Funktionen von Natur und Landschaft zu unterlassen. Dies ist in § 15 BNatSchG geregelt. Nicht vermeidbare Beeinträchtigungen sind vom Verursacher auszugleichen (Ausgleichsmaßnahmen) oder zu ersetzen (Ersatzmaßnahmen) Ausgeglichen ist eine Beeinträchtigung, wenn und sobald die beeinträchtigten Funktionen des Naturhaushalts in gleichartiger Weise wiederhergestellt sind und das Landschaftsbild landschaftsgerecht wiederhergestellt oder neu gestaltet ist. Ersetzt ist eine Beeinträchtigung, wenn und sobald die beeinträchtigten Funktionen des Naturhaushalts in dem betroffenen Naturraum in gleichwertiger Weise hergestellt sind und das Landschaftsbild landschaftsgerecht neu gestaltet ist (§ 15 Abs. 2 BNatSchG).

1.2.Ersatzgeld

Wird ein Eingriff zugelassen oder durchgeführt, obwohl die Beeinträchtigungen nicht zu vermeiden oder nicht in angemessener Frist auszugleichen oder zu ersetzen sind, hat der Verursacher Ersatzzahlungen zu leisten. Dies ist nur dann zulässig, wenn eine andere Kompensation nicht möglich ist. Die Ersatzzahlung ist zweckgebunden für Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege möglichst in dem betroffenen Naturraum zu verwenden. Die Höhe der Ersatzzahlung ergibt sich aus den durchschnittlichen Kosten der nicht durchführbaren Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme (§ 15 Abs. 6 BNatSchG).

 

2. Verwendung von Ersatzgeld

Über die Verwendung der Ersatzzahlungen entscheidet die Untere Naturschutzbehörde im Rahmen der verfügbaren Mittel unter Berücksichtigung der in den nachfolgenden Kapiteln genannten fachli­chen Kriterien. Ersatzgelder sind zweckgebunden für Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege auszugeben, (§ 15 Abs. 6 BNatSchG). Förderfähig durch Ersatzgeld sind daher praktische, reale und unmittelbar wirksame Maßnahmen in Natur und Landschaft. Diese praktischen Maßnahmen müssen zur Aufwertung des Naturhaushaltes und der Landschaft führen (Schumacher und Fischer- Hüftle). Ausgeschlossen von der Förderung sind Maßnahmen, zu deren Durchführung bereits eine gesetzliche Verpflichtung besteht (§ 15 Abs. 6 BNatSchG). Bei Pflegemaßnahmen ist die Notwendigkeit einer Verbesserung der Flächen, die aus Ersatzgeld gefördert werden, erforderlich. Pflegemaßnahmen zum Erhalt des Status quo einer Fläche können nicht finanziert werden.

2.1 Voraussetzungen für die Zuwendung

Gefördert werden im Landkreis Lüchow-Dannenberg unter Berücksichtigung gemäß dem Beschluss des Fachausschusses für Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Planung und Raumordnung am 29.05.2006:

  • Konkrete Artenhilfsmaßnahmen wie z.B. Nistunterlagen für Storchenbrutplätze, Anlagen und Verbesserung von Kranichbrutbiotopen, Anlage von Amphibienbiotopen und -leiteinrichtungen, sonstige Maßnahmen zur Erhaltung geförderter geschützter Tier- und Pflanzenarten
  • Anlage von Landschaftsstrukturen zur Verbesserung des Landschaftsbildes und des Naturhaushaltes, z.B. Heckenpflanzungen, Baumpflanzungen, Alleepflanzungen, Feldgehölzpflanzungen, Streuobstwiesen, Begründung naturnaher Wälder, Anlage von Feuchtbiotopen, Maßnahmen zur Schaffung und Erhalt von Trockenrasen und Heideflächen, Maßnahmen zur Biotopvernetzung etc.
  • Kopfweidenpflege
  • Einsatz von Ersatzgeld als Ergänzungsfinanzierung von Naturschutzprojekten.

Vor Beginn der Maßnahme ist ein schriftlicher Antrag auf einen Zuschuss zu stellen. Es gibt keine Antragsfrist. Anträge können jederzeit gestellt werden. Bereits durchgeführte oder begonnene Maßnahmen können nachträglich nicht gefördert werden.

Folgende Angaben sind erforderlich:

  • Angaben zum Antragsteller, Angaben zu der/den Flächen
  • Angaben zur Art der Maßnahme und ungefährer Zeitrahmen
  • Angaben zu den Kosten für die Maßnahmen, aufgeschlüsselt in Einzelpositionen
  • Konzept mit Erläuterungstext und Karte(n) über die beabsichtigte Maßnahme
  • Mindestens drei schriftliche Kostenangebote für das geplante Vorhaben
  • Erklärung, dass keine Verpflichtungen nach anderem Recht oder aus anderen (geplanten) Eingriffen bestehen
  • Erklärung, dass evtl. erforderliche Schutz-, Pflege- oder Entwicklungsmaßnahmen dauerhaft sichergestellt sind
  • Nachweis, dass über die betroffenen Grundflächen dauerhaft verfügt werden darf (z.B. keine laufenden Pachtverträge)
  • schriftliche Zustimmung der/des Nachbarn bei Maßnahmen, die über die Grundstückgrenzen hinauswirken können

2.2 Zuwendungsempfänger

Zuwendungsberechtig sind gemäß Beschluss des Fachausschusses für Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Planung und Raumordnung am 29.05.2006:

  • Kreisangehörige Kommunen, Behörden u.ä.
  • Eingetragene Vereine, Stiftungen etc. innerhalb des Landkreises
  • Landkreis selbst
  • NLG im Rahmen des Projektes „Flächenpool“
  • In begründeten Fällen auch Privatpersonen

2.3 Kostenübernahme

Zuwendungsfähig sind die Kosten für Arbeitsaufwand und Material bis zu 100 %. Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung von Zuwendungen besteht nicht. Es ist nachzuweisen, dass die Gesamtfinanzierung der Maßnahme gesichert ist.

2.4 Auszahlungsvoraussetzungen

Der Antragsteller informiert die Untere Naturschutzbehörde über den Abschluss der Maßnahme und reicht die Belege über die entstandenen Kosten ein. Nach Umsetzung der Maßnahme erfolgt eine Abnahme durch die Untere Naturschutzbehörde. Die Auszahlung erfolgt nach mängelfreier Abnahme. Es können auch weitere Kontrollen durch die Untere Naturschutzbehörde stattfinden. Eine nicht fachgerechte Verwendung der Zuwendung oder die ungenehmigte Schädigung oder Beseitigung der Maßnahme kann zur Rückforderung der Zuwendung führen.

 

3. Quellen

Beschluss des Fachausschusses für Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Planung und Raumordnung des Landkreises Lüchow-Dannenberg am 29.05.2006

Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 4.März 2020 (BGBl. I S. 440) geändert worden ist

Schumacher und Fischer-Hüftle (2010): Bundesnaturschutzgesetz - Kommentar. 2. Auflage, 1043 S.

 

Download Antragsformular Ersatzgeldförderung

Einleitung des öffentlich-rechtlichen Verfahrens zur Löschung des Naturschutzgebietes „Schweinsgrund am Tannen und Lissauer Berge“ und die 1. Änderung der Verordnung über das Naturschutzgebiet „Eichen- und Buchenwälder in der Göhrde“

Der Kreistag des Landkreises Lüchow-Dannenberg hat mit Beschluss vom 24.06.2019 die Einleitung des öffentlich-rechtlichen Verfahrens zur Löschung des Naturschutzgebietes „Schweinsgrund am Tannen und Lissauer Berge“ und die 1. Änderung der Verordnung über das Naturschutzgebiet „Eichen- und Buchenwälder in der Göhrde“ beschlossen.

Der Entwurf der Verordnung des Landkreises Lüchow-Dannenberg mit den entsprechenden Anlagen über die Aufhebung der „Verordnung der Bezirksregierung Lüneburg über das Naturschutzgebiet Schweinsgrund am Tannen und Lissauer Berge im gemeindefreien Gebiet Göhrde, Landkreis Lüchow-Dannenberg vom 10.04.1985“

sowie

der Entwurf der 1. Änderung der Verordnung, nebst Anlagen, über das Naturschutzgebiet „Eichen- und Buchenwälder in der Göhrde“ in der Gemeinde Göhrde und im gemeindefreien Gebiet Göhrde, in der Samtgemeinde Elbtalaue im Landkreis Lüchow-Dannenberg

liegen in der Zeit

vom 17. Februar 2020 bis 20. März 2020

bei der Samtgemeinde Elbtalaue, Am Markt 7, Zimmer H 1.05, 29456 Hitzacker (Elbe), während der Sprechzeiten
Montag bis Freitag 09:00 – 12:00 Uhr,
Montag, Dienstag, Donnerstag 14:30 – 16:00 Uhr,

bei den Niedersächsischen Landesforsten, Forstamt Göhrde, König-Georg-Allee 6, 29473 Göhrde während der Sprechzeiten

Montag bis Donnerstag 09:00 – 16:30 Uhr
Freitag von 09:00 – 14:00 Uhr

sowie beim Landkreis Lüchow-Dannenberg, Fachdienst Natur- und Landschaftsschutz, Königsberger Straße 10, 29439 Lüchow (Wendland), im Flur der Etage B 3 während der Sprechzeiten
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 09:00 – 12:00 Uhr,
Donnerstag 14:00 – 16:00 Uhr

öffentlich aus.

Hier finden Sie die Dokumente zur Bekanntmachung auch zum Herunterladen im PDF-Format:

Jedermann kann während der Auslegungszeit mündlich, schriftlich oder zur Niederschrift Bedenken und Anregungen vorbringen.

Natura 2000-Schutzgebiete

"Natura 2000“ ist ein zusammenhängendes europäisches ökologisches Netz von Schutzgebieten.

Logo Natura 2000Die Gebiete innerhalb dieses Netzes werden als sogenannte Fauna-Flora-Habitat- (FFH) und Vogelschutzgebiete bezeichnet und durch entsprechende Richtlinien sowie artenschutzrechtliche Regelungen bestimmt. (FFH steht für F = Fauna = Tierwelt, F = Flora = Pflanzenwelt, H = Habitat = Lebensraum bestimmter Tier- und Pflanzenarten)

Welche Richtlinien gibt es? Was ist ihr Inhalt?

FFH-Richtlinie

Grundlage für „Natura 2000-Gebiete“ und somit zugleich für FFH-Gebiete ist die FFH-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen). In dieser Richtlinie sind fachliche Grundlagen, Ziele und Vorgaben zur Errichtung von „Natura 2000-Gebieten“ festgelegt. Die Anlage der FFH-Richtlinie listet alle maßgeblichen, gefährdeten, wildlebenden Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräume bzw. Lebensraumtypen auf.

Vogelschutzrichtlinie

Die Europäische Vogelschutzrichtlinie (Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979 zur Erhaltung der wildlebenden Vogelarten) dient der Errichtung von Vogelschutzgebieten und der damit verbundenen Erhaltung sämtlicher, im europäischen Gebiet vorkommender, wildlebender Vogelarten sowie deren Eier, Nester und Lebensräume.

Der Fokus liegt hierbei auf der Bewirtschaftung, Regulierung und dem Schutz dieser Arten. Um dies erfolgreich umsetzen zu können, ist die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Lebensräume der maßgeblichen Vogelarten von größter Bedeutung.

Was ist der Hintergrund zur verbindlichen Ausweisung von „Natura 2000-Gebieten“?

Im Mai 1992 hat der Rat der Europäischen Gemeinschaft (EG) die FFH-Richtlinie als Grundlage zur Verpflichtung des Bundes und der Länder zum Aufbau und Schutz von „Natura 2000-Gebiete“ auf den Weg gebracht. Das Ziel der Richtlinie und somit auch der Ausweisung der „Natura 2000-Gebiete“ ist es, den Erhalt der ökologischen Vielfalt zu fördern, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten sowie natürliche und naturnahe Lebensräume und bestandsgefährdete, wildlebende Arten zu erhalten und zu entwickeln.

In diesem Zusammenhang wurden durch die einzelnen Bundesländer Schutzgebiete ausgewählt, benannt und anschließend im Benehmen mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit an die EU-Kommission weitergeleitet.

Hinweis: Mit der Benennung der Gebiete an die EU-Kommission gilt auf diesen Flächen ein Verschlechterungsverbot. Somit sind bereits zum jetzigen Zeitpunkt alle Veränderungen und Störungen, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung eines Natura 2000-Gebietes führen können, unzulässig (§ 33 Abs. 1 BNatSchG). Dabei wird bei der Durchführung einer Verträglichkeitsprüfung festgestellt, welche Beeinträchtigungen als „erheblich“ gelten.

Wie erfolgt eine Sicherung bzw. Ausweisung der „Natura 2000-Gebiete“?

Um den Anforderungen der FFH-Richtlinie gerecht zu werden, müssen die der EU-Kommission benannten Gebiete hoheitlich gesichert werden. Das bedeutet, dass die Gebiete gem. § 32 Abs. 2 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) individuell je nach Erhaltungsziel zu „geschützten Teilen von Natur- und Landschaft“ zu erklären sind.

Die Sicherung erfolgt dabei durch das Erlassen von Rechtsverordnungen und ist gem. § 20 Abs. 2 (BNatSchG) u.a. als Natur- oder Landschaftsschutzgebiet, Biosphärenreservat oder als geschützter Landschaftsbestandteil vorzunehmen.

Der Inhalt einer solchen Rechtsverordnung bzw. Schutzgebietserklärung (z.B. Naturschutzgebiets-verordnung) bestimmt sich nach § 32 Abs. 3 BNatSchG. Demnach werden entsprechende Erhaltungsziele im Schutzzweck festgelegt, eine Gebietsbegrenzung vorgenommen, Gebote und Verbote sowie Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen in die Verordnung aufgenommen.

Ausweisung von „Natura 2000-Gebieten“ im Landkreis Lüchow-Dannenberg

Für den Landkreis Lüchow-Dannenberg wurden acht FFH-Gebiete und fünf Europäische Vogelschutzgebiete an die EU-Kommission gemeldet. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg ist als untere Naturschutzbehörde (UNB) für die Unterschutzstellung der „Natura 2000-Gebiete“ seit der Übertragung durch das Land Niedersachsen am 1. Januar 2008 zuständig.

Ablauf eines Verordnungsverfahrens

Zunächst werden alle erforderlichen Daten z.B. Kartierungen, Kartengrundlagen etc. zusammengestellt und durch die UNB ein Vorentwurf einer Verordnung gefertigt. Der Vorentwurf wird einem Begleitausschuss vorgestellt. Dieser besteht nach Kreistagsbeschluss vom 23. Juni 2014 aus Vertretern der Gemeinden, der Landwirtschaft, von Naturschutzverbänden sowie der Wasser- und Bodenverbände.

Es folgt eine Bürgerinformation als vorgezogene Bürgerbeteiligung, bevor der Verordnungsentwurf dem Ausschuss für Verbraucher-, Umwelt- und Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft vorgelegt wird.

Anschließend wird eine Anhörung der Träger öffentlicher Belange und der anerkannten Naturschutzverbände durchgeführt. Im weiteren Verfahrensschritt können nun im gesetzlich geregelten Verordnungsverfahren von jedermann Bedenken, Anregungen und Einwände, im Rahmen der öffentlichen Auslegung, vorgebracht werden. Die UNB wird diese dann fachlich und rechtlich bewerten und gegebenenfalls in der Verordnung berücksichtigen.

Nun erfolgt der Beschluss der Verordnung durch die politischen Gremien d.h. der Entwurf wird im Fach- und Kreisausschuss behandelt und anschließend im Kreistag beschlossen. Nachdem die Verordnung beschlossen wurde, findet die Veröffentlichung zusammen mit maßgeblichen Karten der Verordnung statt.


 

ABGESCHLOSSENE SCHUTZGEBIETSVERFAHREN

FFH 75 und V 29 -  "Landgraben-Dummenniederung"

1) Naturschutzgebiet "Lüchower Landgrabenniederung"

2) Landschaftsschutzgebiet "Lüchower Landgraben"

3) Naturschutzgebiet "Maujahn"

4) Naturschutzgebiet "Mittlere Dumme und Püggener Moor"

5) Naturschutzgebiet "Nemitzer Heide"

6) Naturschutzgebiet "Eichen- und Buchenwälder in der Göhrde"

Karten mit Erhaltungszustand

7) Naturschutzgebiet "Blütlinger Holz"

8) Landschaftsschutzgebiet "Konau bei Braudel"

9) Landschaftsschutzgebiet "Gewässersystem der Jeetzel mit Quellwäldern"

Maßgebliche Übersichtskarte der Blattschnitte 1-8

Maßgebliche Übersichtskarten (Blatt 1 bis 8)

Maßgebliche Verordnungskarten mit den Teilgebieten der im Gebiet vorhandenen Quellwäldern

Maßgebliche Übersichtskarte der Ortslagen

Maßgebliche Verordnungskarten zu den im Gebiet vorhandenen Ortslagen

Maßgebliche Verordnungskarte zu den Fischereiverboten

 

Kontakt
Landkreis Lüchow-Dannenberg
Fachdienst 67 - Natur und Landschaft
Tel.: 05841 / 120-548 oder 120-512
E-Mail: naturschutz@luechow-dannenberg.de

Maßnahmenblatt für das Flora-Fauna-Habitat (FFH)- Gebiet Mausohr-Wochenstuben im Elbeeinzugsgebiet (Kirche Schnega)

EU-Förderprojekt: Erstellung eines Managementplanes für das Flora-Fauna-Habitat (FFH)- und EU-Vogelschutzgebiet "Nemitzer Heide“

Das Land Niedersachsen hat dem Landkreis Lüchow-Dannenberg unter Förderung durch die Europäische Union am 19. Oktober 2018 Fördermittel für die Erstellung des Managementplanes für das FFH-Gebiet 42 und gleichnamige EU-Vogelschutzgebiet 28 "Nemitzer Heide"  bewilligt.

Diese Förderung erfolgt im Rahmen der Förderrichtlinie "Erhalt und Entwicklung von Lebensräumen und Arten – EELA" sowie auf Grundlage der EU-Verordnung über die Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER).

Mit der Erstellung dieses Managementplanes hat die Kreisverwaltung am 9. Mai 2019 das Planungsbüro RANA beauftragt, welches nach erfolgter Ausschreibung in Form einer freihändigen Vergabe ohne Teilnahmewettbewerb den Zuschlag erhielt. Das Büro ist unter der Telefonnummer 0345 /1317580 bzw. per E.Mail unter info@rana-halle.de zu erreichen.

Managementpläne werden eigens für das jeweilige NATURA 2000-Gebiet erstellt. Als Grundlage der Managementplanung dient die Erfassung und Bewertung der spezifischen Schutzgüter, ihres Erhaltungszustandes sowie bestehender Beeinträchtigungen und Gefährdungen im jeweiligen Schutzgebiet. Daraus abgeleitet erfolgt die Entwicklung von fachlich begründeten Maßnahmenvorschlägen zur Sicherung und Wiederherstellung des günstigen Erhaltungszustandes dieser Arten und Lebensraumtypen, die für die Gebiete gemeldet wurden.

In einem ersten Schritt wurden bereits in 2016 maßgebliche Daten zu den im Gebiet befindlichen wertbestimmenden Lebensraumtypen erhoben bzw. überprüft. Hierbei handelt es sich u.a. um Sandheiden, Magerrasen, Borstgrasrasen, oligotrophe Kleingewässer. Des Weiteren ist die Nemitzer Heide Lebensraum seltener Tierarten wie u.a. der Heidelerche, Ziegenmelker, Raubwürger oder Ortolan.

Auf der Grundlage dieser Daten werden Maßnahmen entworfen, die der langfristigen Erhaltung, Wiederherstellung und Förderung des zu schützenden Lebensraumtyps dienen. Dies können z.B. die Heide- und Magerrasenpflege durch Beweidung, Mahd, Schoppern und Plaggen sein.

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg beabsichtigt eine aktive Beteiligung der betroffenen Flächeneigentümer, Gemeinden, Interessenvertretungen, politischen Gremien und Fachbehörden. Im Rahmen des Prozesses wird dazu auf Gemeindeebene voraussichtlich ab Jahresanfang 2020 zu Arbeitskreisen eingeladen werden, in denen die vorgeschlagenen Maßnahmen vorgestellt und diskutiert werden sollen. Daneben erfolgt eine regelmäßige Information der politischen Gremien und der Öffentlichkeit.

Für das Projekt ist ein Zeitraum von zwei Jahren vorgesehen, so dass der Managementplan zum Jahresende 2020 vorliegt. Die Umsetzung der so abgestimmten Maßnahmen erfolgt dann sukzessiv durch die Naturschutzbehörde.

Die Kulisse des Gebietes können Sie in unserer Übersichtskarte zu den Schutzgebieten einsehen.

Kontakt
Landkreis Lüchow-Dannenberg
Fachdienst 67 - Natur und Landschaft
Tel.: 05841 / 120-519 oder 05841 / 120-548
E-Mail: naturschutz@luechow-dannenberg.de

EU-Förderprojekt: Erstellung eines Maßnahmenplanes für das Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiet "Maujahn“

Das Land Niedersachsen hat dem Landkreis Lüchow-Dannenberg unter Förderung durch die Europäische Union am 19. Oktober 2018 Fördermittel für die Erstellung des Maßnahmenplanes für das FFH – Gebiet 73 "Maujahn" bewilligt.

Diese Förderung erfolgt im Rahmen der Förderrichtlinie "Erhalt und Entwicklung von Lebensräumen und Arten – EELA" sowie auf Grundlage der EU-Verordnung über die Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER).

Mit der Erstellung dieses Maßnahmenplanes wurde am 9. Mai 2019 das Planungsbüro INULA beauftragt, welches nach erfolgter Ausschreibung in Form einer freihändigen Vergabe ohne Teilnahmewettbewerb den Zuschlag erhielt. Das Büro ist unter der Telefonnummer 0511/ 6008535 bzw. per E-Mail unter inula@htp.info zu erreichen.

Maßnahmenpläne werden eigens für das jeweilige NATURA 2000-Gebiet erstellt. Als Grundlage der Maßnahmenplanung dient die Erfassung und Bewertung der spezifischen Schutzgüter, ihres Erhaltungszustandes sowie bestehender Beeinträchtigungen und Gefährdungen im jeweiligen Schutzgebiet. Daraus abgeleitet erfolgt die Entwicklung von fachlich begründeten Maßnahmenvorschlägen zur Sicherung und Wiederherstellung des günstigen Erhaltungszustandes dieser Arten und Lebensraumtypen, die für die Gebiete gemeldet wurden.

In einem ersten Schritt wurden bereits in 2015 maßgebliche Daten zu den im Gebiet befindlichen wertbestimmenden Lebensraumtypen erhoben bzw. überprüft. Hierbei handelt es sich u.a. um Hochmoor, Erlenbruchwald und bodensauren Eichenwald. Des Weiteren ist das Gebiet geprägt von seltenen Pflanzenarten, wie dem Fieberklee, Sumpfcalla, Sonnentau u.a.m.

Auf der Grundlage dieser Daten werden schließlich Maßnahmen entworfen, die der langfristigen Erhaltung, Wiederherstellung und Förderung der zu schützenden Lebensraumtypen und Arten dienen. Dies können z.B. sein das Entkusseln der Moorfläche und die Entfernung nicht heimischer Gehölze wie der amerikanischen Traubenkirsche.

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg beabsichtigt eine aktive Beteiligung der betroffenen Flächeneigentümer, Gemeinden, Interessenvertretungen, politischen Gremien und Fachbehörden. Im Rahmen des Prozesses wird dazu auf Gemeindeebene voraussichtlich ab Jahresanfang 2020 zu Arbeitskreisen eingeladen werden, in denen die vorgeschlagenen Maßnahmen vorgestellt und diskutiert werden sollen. Daneben erfolgt eine regelmäßige Information der politischen Gremien und der Öffentlichkeit.

Für das Projekt ist ein Zeitraum von zwei Jahren vorgesehen, so dass der Maßnahmenplan zum Jahresende 2020 vorliegt. Die Umsetzung der so abgestimmten Maßnahmen erfolgt dann sukzessiv durch die Naturschutzbehörde.

Die Kulisse des Gebietes können Sie unserer Übersichtskarte zu den Schutzgebieten einsehen.

EU-Förderprojekt: Erstellung eines Maßnahmenplanes für das Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiet "Konau bei Braudel“

Das Land Niedersachsen hat dem Landkreis Lüchow-Dannenberg unter Förderung durch die europäische Union Fördermittel am 19. Oktober 2018 für die Erstellung eines Maßnahmenplanes für das FFH – Gebiet 278 "Konau bei Braudel" bewilligt.

Diese Förderung erfolgt im Rahmen der Förderrichtlinie "Erhalt und Entwicklung von Lebensräumen und Arten – EELA" sowie auf Grundlage der EU-Verordnung über die Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER).

Mit der Erstellung dieses Maßnahmenplanes wurde am 9. Mai 2019 das Planungsbüro Stadt und Land Planungsgesellschaft beauftragt, welches nach erfolgter Ausschreibung in Form einer freihändigen Vergabe ohne Teilnahmewettbewerb den Zuschlag erhielt. Das Büro ist unter der Telefonnummer 039394 /91200 bzw. per E-Mail: stadt.land@t-online.de zu erreichen.

Maßnahmenpläne werden eigens für das jeweilige NATURA 2000-Gebiet erstellt. Als Grundlage der Maßnahmenplanung dient die Erfassung und Bewertung der spezifischen Schutzgüter, ihres Erhaltungszustandes sowie bestehender Beeinträchtigungen und Gefährdungen im jeweiligen Schutzgebiet. Daraus abgeleitet erfolgt die Entwicklung von fachlich begründeten Maßnahmenvorschlägen zur Sicherung und Wiederherstellung des günstigen Erhaltungszustandes dieser Arten und Lebensraumtypen, die für die Gebiete gemeldet wurden.

In einem ersten Schritt wurden bereits in 2015 maßgebliche Daten zu den im Gebiet befindlichen wertbestimmenden Lebensraumtypen erhoben bzw. überprüft. Hierbei handelt es sich um bodensauren Eichenwald. Auf der Grundlage dieser Daten werden Maßnahmen entworfen, die der langfristigen Erhaltung, Wiederherstellung und Förderung des zu schützenden Lebensraumtyps dienen. Dies können z.B. sein die Entfernung nicht heimischer Gehölze.

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg beabsichtigt eine aktive Beteiligung der betroffenen Flächeneigentümer, Gemeinden, Interessenvertretungen, politischen Gremien und Fachbehörden. Im Rahmen des Prozesses wird dazu auf Gemeindeebene voraussichtlich ab Jahresanfang 2020 zu Arbeitskreisen eingeladen werden, in denen die vorgeschlagenen Maßnahmen vorgestellt und diskutiert werden sollen. Daneben erfolgt eine regelmäßige Information der politischen Gremien und der Öffentlichkeit.

Für das Projekt ist ein Zeitraum von zwei Jahren vorgesehen, so dass der Maßnahmenplan zum Jahresende 2020 vorliegt. Die Umsetzung der so abgestimmten Maßnahmen erfolgt dann sukzessiv durch die Naturschutzbehörde.

Die Kulisse des Gebietes können Sie in unserer Übersichtskarte der Schutzgebeite einsehen.

EU-Förderprojekt: Erstellung eines Managementplanes für das FFH-Gebiet und (VS)-Gebiet "Landgraben- und Dummeniederung"

Dem Landkreis Lüchow-Dannenberg wurden im Rahmen der Förderrichtlinie "Erhalt und Entwicklung von Lebensräumen und Arten – EELA" sowie auf Grundlage der EU-Verordnung über die Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) Fördermittel für die Erstellung des Managementplanes für das FFH 75- und VS-Gebiet 29 "Landgraben- und Dummeniederung" durch das Land Niedersachsen unter Förderung durch die europäische Union bewilligt.

Mit der Erstellung dieses Managementplanes wurde das Planungsbüro Lamprecht & Wellmann GbR, Ringstr. 27, 29525 Uelzen beauftragt, welches nach erfolgter Ausschreibung in Form einer freihändigen Vergabe ohne Teilnahmewettbewerb den Zuschlag erhielt.

Das Büro ist unter der Telefonnummer 0581/97 39 300 bzw. per Email wellmann@lw-landschaftsplanung.de zu erreichen.

Managementpläne werden eigens für das jeweilige NATURA 2000-Gebiet erstellt. Als Grundlage der Managementplanung dient die Erfassung und Bewertung der spezifischen Schutzgüter, ihres Erhaltungszustandes sowie bestehender Beeinträchtigungen und Gefährdungen im jeweiligen Schutzgebiet. Daraus abgeleitet erfolgt die Entwicklung von fachlich begründeten Maßnahmevorschlägen zur Sicherung und Wiederherstellung des günstigen Erhaltungszustandes dieser Arten und Lebensraumtypen, die für die Gebiete gemeldet wurden.

In einem ersten Schritt werden maßgebliche Daten zu den im Gebiet befindlichen wertbestimmenden Lebensraumtypen erhoben bzw. überprüft. Hierbei handelt es sich u.a. um Salz- und magere Flachland-Mähwiesen, Moor- und Erlen-Eschenwälder sowie naturnahe Still- und Fließgewässer. Des Weiteren ist das Gebiet geprägt von vielen seltenen Tierarten, wie dem Fischotter, dem Steinbeißer, dem Rotmilan, dem Kiebitz und auch dem Rebhuhn.

Auf der Grundlage dieser Daten werden schließlich Maßnahmen entworfen, die der langfristigen Erhaltung, Wiederherstellung und Förderung der zu schützenden Lebensraumtypen und Arten dienen. Dies können z.B. sein die Pflege von Kopfweiden und Hecken, die Sanierung oder Neuanlage von Biotopteichen, der gezielte, lagerichtige  Abschluss von Agrarumweltmaßnahmen (Vertragsnaturschutz) u.a.m. 

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg beabsichtigt dabei eine aktive Beteiligung der betroffenen Flächeneigentümer, Gemeinden, Interessenvertretungen, politischen Gremien und Fachbehörden. Im Rahmen des Prozesses wird dazu auf Gemeindeebene voraussichtlich ab Frühjahr 2020 zu Arbeitskreisen eingeladen werden, in denen die vorgeschlagenen Maßnahmen vorgestellt und diskutiert werden sollen. Daneben erfolgt eine regelmäßige Information der politischen Gremien und der Öffentlichkeit.

Für das Projekt ist ein Zeitraum von drei Jahren vorgesehen, so dass der Managementplan voraussichtlich zum Jahresende 2020 vorliegt. Die Umsetzung der so abgestimmten Maßnahmen  erfolgt dann sukzessiv durch die Naturschutzbehörde.

Unterstützt wird dieser Prozess durch die Ökologische Station des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und das Projektbüro „KluGe Dumme“ des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Bergen.

Der Beginn der Kartierarbeiten, bei denen Flächen betreten werden müssen, erfolgte ab Mai 2018. Sie erstreckten sich in 2018 auf den Bereich westlich der Bundesstraße 248 (Lübbow), ab 2019 dann auf den östlichen Bereich bis zur Landesstraße L 260 an der Landesgrenze bei Schmarsau. Die Kulisse des Gebietes können Sie hier ersehen:

LINK zur  Übersichtskarte Schutzgebiete

Kontakt
Landkreis Lüchow-Dannenberg
Fachdienst 67 - Natur und Landschaft
Tel.: 05841 / 120-512 oder 120-548
E-Mail: naturschutz@luechow-dannenberg.de

EU-Förderprojekt: Erstellung eines Managementplanes für das Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiet "Gewässersystem der Jeetzel mit Quellwäldern"

Das Land Niedersachsen hat dem Landkreis Lüchow-Dannenberg unter Förderung durch die Europäische Union am 19. Oktober 2018 Fördermittel für die Erstellung des Managementplanes für das FFH – Gebiet 247 „Gewässersystem der Jeetzel" bewilligt.

Dem Landkreis Lüchow-Dannenberg wurden im Rahmen der Förderrichtlinie "Erhalt und Entwicklung von Lebensräumen und Arten – EELA" sowie auf Grundlage der EU-Verordnung über die Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) Fördermittel für die Erstellung des Managementplanes für das FFH-Gebiet 247„Gewässersystem der Jeetzel mit Quellwäldern" durch das Land Niedersachsen unter Förderung durch die Europäische Union bewilligt.

Mit der Erstellung dieses Managementplanes wurde am 30. August 2019 das Planungsbüro RANA aus Halle beauftragt. Das Büro ist unter der Telefonnummer 0345 /1317580 bzw. per E-Mail: info@rana-halle.de zu erreichen.

Managementpläne werden eigens für das jeweilige NATURA 2000-Gebiet erstellt. Als Grundlage der Managementplanung dient die Erfassung und Bewertung der spezifischen Schutzgüter, ihres Erhaltungszustandes sowie bestehender Beeinträchtigungen und Gefährdungen im jeweiligen Schutzgebiet.

In einem ersten Schritt wurden bereits in 2015 und 2016 maßgebliche Daten zu den im Gebiet befindlichen wertbestimmenden Lebensraumtypen erhoben. Hierbei handelt es sich u.a. um Auwälder und andere Feuchtwälder der Auen, feuchte Hochstaudenfluren, mesophiles Grünland u.a.. Des Weiteren ist das „Gewässersystem der Jeetzel“ Lebensraum gefährdeter Fischarten wie u.a. dem Bitterling, dem Fischotter und Biber und zahlreicher Libellenarten.

Auf der Grundlage dieser Daten erfolgt nun die Entwicklung von fachlich begründeten Maßnahmen zur Sicherung und Wiederherstellung des günstigen Erhaltungszustandes dieser Arten und Lebensraumtypen. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg beabsichtigt dabei eine aktive Beteiligung der betroffenen Flächenbewirtschafter, Gemeinden, Interessenvertretungen, politischen Gremien und Fachbehörden. Im Rahmen des Prozesses wird dazu auf Gemeindeebene voraussichtlich ab Frühjahr 2021 zu Arbeitskreisen eingeladen werden. Daneben erfolgt eine regelmäßige Information der politischen Gremien und der Öffentlichkeit.

Für das Projekt ist ein Zeitraum von drei Jahren vorgesehen, so dass der Managementplan zum Jahresende 2022 vorliegt. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt durch die Naturschutzbehörde.

Die Kulisse des Gebietes können Sie hier ersehen: Übersichtskarte der Schutzgebiete

Kontakt
Landkreis Lüchow-Dannenberg
Fachdienst 67 - Natur und Landschaft
Tel.: 05841 / 120-512 oder 05841 / 120-548
E-Mail: naturschutz@luechow-dannenberg.de

Der Wolf ist zurück - und jetzt?

Foto: Axel Bürgener

Wölfe galten lange Zeit als ausgestorben in Deutschland. Nun ist der Wolf in Niedersachsen wieder heimisch geworden – auch hier, im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat alle Informationen rund um den Wolf in Niedersachsen auf dem Wolfsportal gebündelt:  Hier finden sich unter anderem Angebote für Kinder und Jugendliche, Verhaltenstipps für die Begegnung mit einem Wolf, aktuelle Pressemeldungen, Informationen zu Herdenschutzmaßnahmen, Nutzierschäden, und vieles mehr. Informationen und Verhaltenstipps gibt es auch gebündelt als Flyer.

Informationen erhalten Bürgerinnen und Bürger sowie Nutztierhalterinnen und Nutztierhalter über das Wolfsbüro des Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), das als fachliche Beratungsstelle zuständig ist. Auf der Internetseite des Wolfsbüros finden sich außerdem Hinweise zu Präventionsmaßnahmen für den Herdenschutz und zur finanziellen Hilfe des Landes Niedersachsen für Nutztierhalterinnen und Nutztierhalter.

Das Wolfsbüro ist werktags zu festen Sprechzeiten unter der Rufnummer 0511-3034 3034 zu erreichen: Montag bis Donnerstag von 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr, Freitag von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr. Außerhalb der Sprechzeiten ist das Wolfsbüro per E-Mail zu erreichen: wolfsbuero-allgemein@nlwkn.niedersachsen.de.

Die Bearbeitung von Anträgen sowohl für die Förderung wolfsabweisender Präventionsmaßnahmen als auch für Ausgleichszahlungen (Billigkeitsleistungen) bei Nutztierrissen wird von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen übernommen. Anträge für Billigkeitsleistungen bei Nutztierrissen werden in allen Fällen, bei denen Billigkeitsleistungen nach der Richtlinie Wolf gezahlt werden können, zusammen mit der amtlichen Feststellung über die Verursacherschaft durch das Wolfsbüro versandt. Die eingehenden Anträge werden nach einer Erstprüfung durch das Wolfsbüro an die Landwirtschaftskammer weitergeleitet.

Alle Sichtungen von Wölfen oder Spuren, die auf einen Wolf hinweisen (Spuren, Losungen oder Risse), sind der Nds. Landesjägerschaft zu melden, welche für das Wolfsmonitoring in Niedersachsen zuständig ist. Kontaktmöglichkeiten und Protokollbögen finden Sie auf dieser Internetseite.

Sollten Sie einen Wolf gesehen haben, können Sie sich auch an den Wolfsbeauftragten der Landesjägerschaft wenden unter 0511-53043-18 oder wolf@ljn.de. Die bundesweiten Ergebnisse des Wolfmonitorings für 2020/2021 hat das Bundesamt für Naturschutz am 2. Dezember 2021 veröffentlicht.

Bei einem Nutztierschaden melden Sie sich bitte bei Ihrem örtlichen Wolfsberater. Es ist derzeit vorgesehen, dass die Aufgabe der Protokollierung von Nutztierschäden ab Januar 2022 sukzessive an die Landwirtschaftskammer Niedersachsen übergeht.

Fragen zum Wolf im Landkreis Lüchow-Dannenberg, die über das Informationsangebot hinaus gehen, beantworten die KollegInnen aus dem Fachdienst Natur- und Landschaftsschutz:

Kontakt
Landkreis Lüchow-Dannenberg
Fachdienst 67 - Natur und Landschaftsschutz
Tel.: 05841 / 120-514 oder - 516
E-Mail: naturschutz@luechow-dannenberg.de

Verordnungen für den Natur- und Landschaftsschutz

Die Datenbank der Verordnungen zum Natur- und Landschaftsschutz wird derzeit überarbeitet. Bei Fragen schreiben Sie gerne eine E-Mail an naturschutz@luechow-dannenberg.de.

Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue

Nationale Naturlandschaften

Flusslandschaft Elbe:
Rückzugsgebiet für gefährdete Pflanzen und Tiere

Die Elbe ist einer der größten Ströme Mitteleuropas. Sie bestimmt großräumig die Landschaftsstruktur und den Landschaftshaushalt in weiten Teilen der Tschechischen Republik und Deutschlands. Bei einem der wenigen europäischen Flüsse sind hier Gewässerverlauf und stromtaltypische Lebensräume im Verbund noch weitgehend naturnah erhalten geblieben. Die vielfältige Auenlandschaft entlang der Elbe von der Quelle im Riesengebirge bis zur Mündung in die Nordsee ist einzigartig. Im Bereich der mittleren Elbe besitzt der Fluss nur noch ein geringes Gefälle und windet sich in weiten Schleifen durch sein zwei bis acht Kilometer breites Auengebiet. Buhnen stabilisieren den Verlauf des Stromes und sichern das Fahrwasser der Elbe für die Binnenschifffahrt. An den Hauptstrom mit seinen Sandbänken, Schlammufern und Röhrichten schließen sich die Vorländer und Werder (ehemalige Inseln oder Halbinseln in der Elbe) an. Ihr Erscheinungsbild wird durch großflächiges Auengrünland mit zahlreichen Altarmen und Bracks sowie kleinflächigen Weich- und Hartholzauenwälder geprägt. Dieses Deichvorland wird einschließlich der Niederungen der einmündenen Nebenflüsse wie Aland, Seege und Jeetzel regelmäßig bei Hochwasser überschwemmt. An diese sog. aktive (d.h. immer noch regelmäßig überschwemmte) Aue schließt auf der Landseite der Deiche die ursprüngliche Aue mit der weiträumigen Elbmarsch an. Die Marsch wird in Niedersachsen in die Bereiche Lüneburger, Neuhäuser, Dannenberger und Gartower Elbmarsch unterteilt. Die Marschen werden von den Niederungen der Elbnebenflüsse durchzogen. Am Talrand folgen in weiten Teilen nacheiszeitliche Talsande und Dünenfelder. Diese sind im Bereich des Carrenziener Forstes meist mit flechtenreichen Kiefernwäldern bestanden.

Stixer Wanderdüne:
Bei Stixe besteht noch eine Wanderdüne, deren Sand ständig durch den Wind bewegt wird. Hier befinden sich typische Offensandbereiche und Sandtrockenrasen. Als letzte offene Düne dieses Dünenzuges umfasst sie eine Fläche von ca. 9,5 ha. Verschüttete Kiefern stehen als Beweis für die noch heute bestehende Aktivität der Düne. Bei trockenem, windigen Wetter kann man dem Naturschauspiel beiwohnen und die Wanderbewegung des Sandes gen Osten beobachten. Streckenweise fließt die Elbe auch am Fuß von Erd- und Geröllbergen, die in der Eiszeit von Gletschern abgelagert wurden (sog. Moränen). Dies ist beispielsweise bei Alt Garge, zwischen Hitzacker und Neu Darchau sowie am Höhbeck der Fall. Hier haben sich steile, bis zu 70 m hohe Geestkanten gebildet, die meist mit Buchen- und Eichenwäldern bewachsen sind. In dieser vielfältig strukturierten Landschaft finden etwa 1.300 Pflanzenarten einen Lebensraum. Ungefähr 400 dieser Arten gelten als in ihrem Bestand gefährdet. Hierzu gehören beispielsweise Schwarzpappel und Brenndolde.

Ein Paradies für Vögel ...
Fast 150 verschiedene Vogelarten (u.a. Weißstorch, Kranich und Seeadler) brüten in diesem Gebiet. Nordische Schwäne und Gänse rasten hier auf ihrem Zug im Frühjahr und Herbst zu Tausenden. Die Gastvögel rasten im Elbetal, da Buhnefelder, ruhige Seitengewässer und Nebenflüsse der Elbe Schutz und Ruhe vor Störungen bieten. Im Elbschloss Bleckede können Sie einem Storch in das Nest schauen und sich über die zahlreichen Horste informieren.

... und andere gefährdete Tierarten

In den letzten Jahren wandern Biber und Fischotter wieder ein und erobern sich das Elbetal langsam als Lebensraum zurück.

Was sind Biosphärenreservate ?
Biosphärenreservate sind Modellregionen. In ihnen soll gemeinsam mit den hier lebenden und arbeitenden Menschen eine wirtschaftliche Form der Landnutzung entwickelt und umgesetzt werden, die zugleich dem Schutz und der Pflege einer lebenswürdigen Umwelt und bestimmter Lebenräume für Pflanzen und Tiere dient. Außerdem sollen Biosphärenreservate zugleich Forschungs- und Bildungszwecken dienen. Um allen Zielen gerecht werden zu können, gliedern sie sich - abgestuft nach dem Einfluss menschlicher Tätigkeit - in verschiedene Zonen.

Sie finden die Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue im Alten Rathaus in Hitzacker.