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Wohnungsbauprämie beantragen

Es wurden keine zuständigen Stellen gefunden.

Leistungsbeschreibung

Wenn Sie Aufwendungen zur Förderung des Wohnungsbaus leisten, können Sie eine Wohnungsbauprämie beantragen. Aufwendungen zur Förderung des Wohnungsbaus sind insbesondere Einzahlungen in einen Bausparvertrag, aber auch andere Zahlungen, z. B. für den ersten Erwerb von Anteilen an einer Bau- oder Wohnungsgenossenschaft.

Die Wohnungsbauprämie beträgt jährlich 8,8 Prozent Ihrer Aufwendungen. Für jedes Sparjahr werden als Aufwendungen zur Förderung des Wohnungsbaus höchstens zugrunde gelegt:

  • EUR 512,00, wenn Sie ledig sind, oder
  • EUR 1.024, wenn Sie verheiratet sind oder eine Lebenspartnerschaft begründet haben.
    Sparjahr ist das Kalenderjahr, in dem Sie die Aufwendungen geleistet haben.

Hinweis: Die Wohnungsbauprämie ist nicht einkommensteuerpflichtig.

 

Verfahrensablauf

Die Wohnungsbauprämie müssen Sie bei Ihrem Anlageinstitut beantragen. Nutzen Sie dafür das Formular, das Ihnen Ihr Anlageinstitut zusammen mit dem Jahreskontoauszug zugeschickt hat.

Verfahrensablauf bei Bausparverträgen

Altverträge (vor dem 1. Januar 2009 abgeschlossen):

Die Wohnungsbauprämie ist bei Zahlungen in einen Bausparvertrag erst fällig, wenn

  • die gesetzliche Sperrfrist von sieben Jahren nach Vertragsschluss abgelaufen ist oder
  • das angesammelte Guthaben (inklusive der Wohnungsbauprämie) aus dem Vertrag nach Auszahlung unverzüglich und unmittelbar für den Wohnungsbau oder andere wohnwirtschaftliche Zwecke verwendet wird bzw. werden soll.

Sollten Sie das angesammelte Guthaben innerhalb der siebenjährigen Sperrfrist anderweitig verwenden, so entfällt der Anspruch auf die Wohnungsbauprämie.

Neuverträge (ab dem 1. Januar 2009 abgeschlossen):

Die Wohnungsbauprämie ist bei Zahlungen in einen Bausparver-trag erst fällig, wenn

  • die gesetzliche Sperrfrist von sieben Jahren nach Vertragsschluss abgelaufen ist und Sie bei Abschluss des Vertrages noch nicht älter als 25 Jahre sind oder waren oder

das angesammelte Guthaben (inklusive der Wohnungsbauprämie) aus dem Vertrag nach Auszahlung unverzüglich und unmittelbar für den Wohnungsbau oder andere wohnwirtschaftliche Zwecke verwendet wird bzw. werden soll.

Zuständige Stelle

Die Zuständigkeit liegt bei Ihrer Bausparkasse und dem für Sie zuständigen Finanzamt. 

Voraussetzungen

Ihr zu versteuerndes Einkommen für das Sparjahr ist laut Einkommensteuerbescheid nicht höher als:

  • EUR 25.600, wenn Sie ledig sind, oder
  • EUR 51.200, wenn Sie verheiratet sind oder eine Lebenspartnerschaft begründet haben.

Achtung: Sie können für vermögenswirksame Leistungen nicht gleichzeitig die Arbeitnehmer-Sparzulage und eine Wohnungsbauprämie erhalten. So wird eine doppelte Begünstigung ausgeschlossen. Deshalb darf es sich bei den Aufwendungen zur Förderung des Wohnungsbaus nicht um vermögenswirksame Leistungen (VL) handeln, für die Anspruch auf Arbeitnehmer-Sparzulage besteht. Können Sie keine Arbeitnehmer-Sparzulage beantragen, beispielsweise weil Sie die Einkommensgrenzen überschreiten, so können die VL in den Antrag auf Wohnungsbauprämie einbezogen werden.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Antragsformular, das Ihnen das Anlageinstitut zusammen mit dem Jahreskontoauszug zuschickt.

Welche Gebühren fallen an?

keine

Welche Fristen muss ich beachten?

Sie müssen den Antrag bis zum Ablauf des zweiten Kalenderjahres stellen, das auf das Sparjahr folgt.

Bearbeitungsdauer

Die Bearbeitungsdauer ist vom Arbeitsaufkommen im örtlich zuständigen Finanzamt abhängig.

Rechtsbehelf

Einen Rechtsbehelf gibt es nicht. 

Urheber

Fachlich freigegeben durch

Landesamt für Steuern Niedersachsen

Fachlich freigegeben am

17.03.2021

Anschrift