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Veranstaltungen und Informationen

Das Projekt UNESCO-Initiative Rundlingsdörfer im Wendland wird im Bewilligungszeitraum vom 18.04.2017 bis zum 18.04.2018 (verlängert bis zum 30.06.2019) mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen gefördert.

Durch das Vorhaben wird das Antragsverfahren zur Anerkennung der Siedlungslandschaft Rundlingsdörfer im Wendland als UNESCO-Welterbe unterstützt

 

 

 

 

 

 

 

 

    

       Ministerpräsident Stefan Weil im Rundlingsdorf Satemin     

 

An dieser Stelle finden Sie die archivierten Presseartikel und Dokumentationen zum Thema.                                                                                  

Aktuelle Veranstaltungen, z. B. "Ein Rundling stellt sich vor", werden unter "Aktuelles"/ Pressemitteilungen bekannt gemacht.

 

16.05.2019 Vortrag der IG Bauernhaus Wendland im Künstlerhof - Denkmalgerechte Sanierung von Türen und Toren

Die letzte Veranstaltung im Rahmen des Winterprogramms der IG Bauernhaus Wendland beschäftigt sich am 16.05.2019 um 20 Uhr im Künstlerhof Schreyahn mit dem Thema „Türen und Tore“.

Türen und Tore prägen ganz wesentlich das Äußere eines Hauses. Bei der Sanierung alter Gebäude besteht eine große Herausforderung darin, die zum Gebäude und historisch passende Gestaltung auszuwählen und dafür eine geeignete moderne Ausführung zu finden. Herr Dr. Dirk Wübbenhorst wird das Thema „Türen und Tore“ aus hausforscherischer Sicht beleuchten. Denkmalpflegerin Kerstin Duncker wird anschließend auf den derzeitigen Stand aus denkmalpflegerischer Sicht eingehen. Frau Astrid von Stackelberg wird als Architektin anhand von Beispielen über konkrete Möglichkeiten zur praktischen Umsetzung berichten. Für die anschließende Diskussion stehen neben den Handwerkern auch Vertreter der Samtgemeinde, der Kreisdenkmalpflege, Prof. Dr. Michael Schmidt (Institut for Heritage Management) und Dr. Dirk Wübbenhorst (IG Bauernhaus) für Fragen zur Dorferneuerung, Denkmalpflege, zum Weltkulturerbe und zu historischen Bauweisen im Wendland zur Verfügung. Dabei wird es immer wieder darum gehen, die individuell zu einem Haus passende Lösung zu finden. Pauschale Einheitslösungen sind im Umgang mit historischen Gebäuden aus verschiedenen Jahrhunderten nicht angemessen. Das gilt nicht nur für Häuser die in einem möglichen Welterbegebiet stehen.

18.04.2019 Vortrag der IG Bauernhaus Wendland im Künstlerhof - Denkmalgerechte Sanierung von Fenstern

Die vorletzte Veranstaltung im Rahmen des Winterprogramms der IG Bauernhaus Wendland beschäftigte sich am 18.04.2019 um 20 Uhr im Künstlerhof Schreyahn mit dem Thema „Fenster“. 

Auf viel Interesse stieß der Vortrag zum Thema "Fenster in denkmalgeschützten Häusern" der IG Bauernhaus Wendland e.V. im vollbesetzten Künstlerhof Schreyahn. Im Rahmen des Winterprogramms wurde in Kooperation mit der Samtgemeinde Lüchow (Wendland) und dem Landkreis Lüchow-Dannenberg über den richtigen Umgang bei der Sanierung oder Restaurierung von historischen Fenstern informiert. Dr. Dirk Wübbenorst berichtete, dass eine der ältesten Formen von Fenstern das Kreuzstockfenster gewesen sei. Heute finde man dieses nur noch in nicht mehr genutzten Nebengebäuden. Wichtigstes Ziel sei Fenster als materielle Zeugnisse zu erhalten, so Kerstin Duncker, Denkmalpflegerin des Landkreises. Fenster gehören zu den ersten Teilen, die an einem alten Gebäude ausgetauscht werden. Sei es aus Modegründen, wegen des besseren Energieverbrauches oder um mehr Licht in die Häuser zu bekommen. Im Wendland seien nur noch wenige historische Fenster vorhanden. Um so wichtiger sei es, diese zu sanieren und zu erhalten. Annette von Bismarck-Osten, Architektin, gab Tipps wie historische Fenster bei der Planung behandelt werden müssen. So könne man z.B. eine Stalltür verglasen, die Tür als Fensterladen stehen lassen und so für mehr Belichtung sorgen. Ingo Brüning, Tischler und Baubiologe, erläuterte, dass man zunächst sichten müsse, was man vorfinde und welche Schäden vorhanden seien. Beim Umgang mit Fenstern müsse die Nutzung des dahinter liegenden Raums berücksichtigt werden. 

21.03.2019 Vortrag der IG Bauernhaus Wendland im Künstlerhof -Fachwerk, Ausfachung und Schmuckelemente an wendländischen Bauernhäusern

Bei vielen Gebäuden sind Reparaturen an den Außenwänden notwendig. Damit sie zu einer nachhaltigen Erhaltung der Gebäude beitragen, müssen sie fachlich korrekt ausgeführt werden. Das Gleiche gilt auch für die für wendländische Bauernhäuser typischen Schmuckelemente, bei denen außerdem die historisch passende Ausführung von besonderer Bedeutung ist. Um dieses Thema drehten sich die Vorträge am 21.03.2019 im vollen Saal des Künstlerhaus Schreyahn. Zunächst gab es eine historische Einführung von Dr. Dirk Wübbenhorst, IG Bauernhaus e.V. Überraschend war die Aussage, dass es der Wendländer im 18. Jahrhundert gern grell mochte und sein Haus in grellen Farben gestrichen hatte. Kerstin Duncker, Denkmalpflegerin des Landkreises Lüchow-Dannenberg, machte deutlich, dass es der Denkmalpflege nicht um den Erhalt des Bildes eines Hauses ginge, sondern um den Erhalt der Substanz. Zeitzeugnisse dürfe man nicht einfach wegsanieren, weshalb im Vorfeld einer Sanierung eine konzeptionelle Planung unerlässlich sei. Wichtig sei der Denkmalpflege auch die Nachhaltigkeit; wiederverwendetes Material sei dafür ein sehr gutes Beispiel. Andrea Demmel - Restauratorin im Zimmererhandwerk - stellte die Herangehensweise des Handwerks vor. Der Restaurator müsse sich im Vorfeld mit der Geschichte des Sanierunsgobjektes befassen. Die wichtigste Grundlage sei die Bestandsaufnahme des Hauses und die Zustandskartierung. Weiterhin müsse man sich mit den fachlich befassten Stellen, wie die Denkmalpflege, abstimmen. Bei der Bestandsaufnahme ginge es darum, was ist an Substanz da, um im zweiten Schritt mit der Zustandskartierung festzustellen, was für Schäden vorhanden seien. Anschließend werde festgelegt, welche Reparaturen durchgeführt werden sollen und welche Materialien verwendet werden. Es fließe viel Zeit in die Planung, was aber unabdingbar sei, wenn es sich um eine große Maßnahme handele. Der Zeitanteil sei jedoch nur ein Bruchteil der Maßnahme. Den Vorträgen schloss sich eine rege Diskussion an.

14.02.2019 Vortrag der IG Bauernhaus Wendland im Künstlerhof Dachkonstruktionen und Dacheindeckungen Teil 2

Im diesjährigen Winterprogramm der IG Bauernhaus in Kooperation mit der Samtgemeinde Lüchow (Wendland) geht es an vier Vortragsabenden um den Umgang mit alten Häusern in den Dörfern des Welterbevorschlagsgebietes. Auch die zweite Veranstaltung Mitte Februar im Künstlerhof Schreyahn stieß auf großes Interesse bei den Besuchern, zu denen wie bei der ersten Veranstaltung auch zahlreiche Zimmerleute, Dachdecker und Architekten gehörten, die von der Samtgemeinde zu den als Informationsaustausch angelegten Abenden eingeladen worden waren.
Nach einer kurzen historischen Einführung von Dirk Wübbenhorst (IG Bauernhaus) und Kerstin Duncker (Amt für Denkmalpflege) über Dacheindeckungen im neunzehnten und im frühen zwanzigsten Jahrhundert sprachen diesmal als Gastreferenten Joachim Schröter, Reetdachdecker aus Mecklenburg-Vorpommern, und Peter Bucher, Hersteller von Dachplatten aus Fieberbrunn/Österreich.

Schröter, der am Verfahren für die Anerkennung des Reetdachdeckens als immaterielles Weltkulturerbe beteiligt war, erläuterte diese Technik anschaulich anhand eines Modells und beantwortete Fragen zur Haltbarkeit und zu den Kosten eines Reetdaches. Besonders bei sehr alten Häusern werden die höheren Kosten der Reetdeckung dadurch relativiert, dass, im Gegensatz zu einer Eindeckung mit Ziegeln, keine grundlegende Verstärkung der Dachkonstruktion, z.B. durch zusätzliche Dachsparren, erforderlich ist. Dennoch dürfte, auch aufgrund heutiger Brandschutzbestimmungen, die Zahl der Reetdächer in der Rundlingslandschaft wohl gering bleiben. Die historische Dacheindeckung ist, außer vielleicht im musealen Bereich, ohnehin kaum noch wiederherzustellen, denn bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war Roggenstroh, nicht Schilf, das typische Material für Dächer im niederen Drawehn.
Für viele Besucher überraschende Erkenntnisse und neue Einsichten brachte der Vortrag von Peter Bucher über das „Plattenmachen“. Als „Platten“ werden schindelähnliche Zementplatten zur Dacheindeckung bezeichnet, die häufig in Rautenform produziert wurden und bislang oft als eher unschöne Notlösung gelten. Sehr zu Unrecht, wie im Laufe des Abends deutlich wurde. Bucher führte durch die Geschichte des Plattenmachens, die bereits vor rund 170 Jahren begann, verwies auf die lange Haltbarkeit des Materials (noch heute gibt es Dächer mit den rund 170 Jahre alten Platten) und die Tatsache, dass die Herstellung immer als Handarbeit regional in kleinen Betrieben erfolgte. Er selbst produziert seit 1981 in der letzten verbliebenen Dachplatten-Manufaktur. Die die nicht automatisierte Fertigung behielt er bei, da nur so die hohe Qualität und Haltbarkeit des Materials erreicht werden kann. Die industrielle Herstellung von Zementpfannen mit geringerer Qualität trug ihren Teil dazu bei, auch die Zementplatten in Misskredit zu bringen. Außerdem werden sie manchmal verwechselt mit den ähnlichen, aber dünneren, asbesthaltigen Faserzementschindeln, die bei uns erst ab etwa 1920 Verwendung fanden. Bereits in den Jahren um 1900 kamen Zementplatten im Wendland auf ländlichen Gebäuden oft zum Einsatz. Sie sind auch heute noch vielfach zu finden und als zeittypische Dacheindeckung erhaltenswert. Bei seinen Erkundungen des Wendlands im Vorfeld seines Vortrags stieß Bucher auch auf mit verzierten Platten eingedeckte Gebäude, „wahre Kunstwerke“, die das Herz des Plattenmachers höherschlagen ließen.

17.01.2019 Vortrag der IG Bauernhaus Wendland im Künstlerhof

Dachkonstruktionen und Dacheindeckungen Teil 1

„Historische Materialien und Anforderungen an die handwerkliche Verarbeitung im Welterbevorschlagsgebiet Siedlungslandschaft Rundlinge im Wendland“ ist das Oberthema von fünf Veranstaltungen der IG Bauernhaus in Kooperation mit der Samtgemeinde Lüchow (Wendland) und dem Landkreis Lüchow-Dannneberg. Dabei geht es um den Umgang mit alter ländlicher Bausubstanz, ein Thema, dass für Handwerksbetriebe und alle Eigentümer alter Häuser, nicht nur im potenziellen Welterbegebiet, interessant ist. 

 

Ein Rundling stellt sich vor_ Schreyahn 2018 (Flyer)

03.06.2016 Schreyahn- Ein Rundling stellt sich vor - Plakat

07.04.2018 Der erste Rundling live EJZ - Artikel

07./08.04.2018 Weil unterstützt Welterbe GA-Artikel

06.06.2017 Eine runde Sache EJZ-Artikel

 

 

Flyer: Ein Rundling stellt sich vor _ Bussau 2017

 

Flyer: Bussau S. 2

 

02.06.2017 Bussau stellt sich vor EJZ-Artikel

07.10.2016 "Ausschließlich im Wendland" EJZ-Artikel

06.10.2016 "Besser als wir erwartet haben" EJZ Artikel

01.10.2016 "Begeistert über echte Mitte" EJZ-Artikel

01.10.2016 Kommentar der EJZ

30.09.2016 Totale Begeisterung EJZ-Artilel

29.09.2016 Abschlussempfehlungen der ICOMOS-CIAV-Konferenz

28.09.2016 ICOMOS CIAV Conference Programm

01.06.2014 Köhlen - Ein Rundling stellt sich vor (Flyer)

28.03.2014 Vortrag Auswirkungen eines möglichen Welterbetitels (Einladung)

15.01.2014 Tentativantrag Rundlinge im Wendland

17.10.2013 Vortrag Entwicklung der modernen Architektur (Einladung)

30.06.2013 Tag der Architektur (Flyer)

02.06.2013 Güstritz - Ein Rundling stellt sich vor  (Flyer)

18.04.2013 Vortrag praktische Baudenkmalpflege (Einladung)

07.03.2013 Vortrag Historische Entwicklung von Rundlingsdörfern (Einladung)

21.02.2013 Vortrag Rundlinge von oben (Einladung)

 

 

 

 

 

 

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